Lehrstoff unserer Schwertkampf-Seminare

Meisterhau-Spezial: Fechtseminar nach Joachim Meyer - Deutsche Fechtschule des Spätmittelalters
  • Was zeichnet die Fechtlehren von Joachim Meyer aus ?

Man kann Joachim Meyer getrost als Krone der Deutschen Fechtschule des Spätmittelalters bezeichnen, denn was mit Meister Liechtenauer Ende des
14. Jahrhunderts begann, sich mit Hans Talhoffer und anderen Fechtmeistern des 15. Jahrhunderts fortsetzte, erreichte mit und in Jochachim Meyer
seinen Höhepunkt in Breite und Tiefe seiner Fechtlehre, eine sozusagen "barocke" Um- und Überformung aller deutschen Fechtlehren vor ihm.
Als ich Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre zum 1. Mal auf denText von Joachim Meyer stieß, war mir sofort klar, hier auf eine fechthistorische
"Goldmine" gestoßen zu sein. Mit dem unveränderten Nachdruck seines Werkes löste ich dann ja auch eine erste "Meyer-Renaissance" in Deutschland aus - Gleichzeitig war mir aber auch klar, daß dies relativ oberflächlich war und sein mußte, denn der von ihm behandelte Stoff über verschiedenste Waffen war für eine schnelle Erschließung viel zu umfangreich und tiefgründig.

Um so mehr freute es mich, dass Wolfgang Landwehr, auch ein langjähriger Schüler von mir, sich der großen Aufgabe stellte, Jochachim Meyers Werk
als wissenschaftliche Transkription zu bearbeiten, und dies dann auch nach mehr als einem Jahrzehnt unermüdlicher Forschung und Arbeit vollendete.
Daß er jetzt noch als Koreferent dieses Langschwert-Seminar am 16./17 Juno 2018 neben Sven Hübner betreuen wird, sollte für jeden historischen
Fechter und speziell Meyer-Adepten dazu führen, sich jetzt schon diesen Termin als "Muss!" vorzumerken.

  • Seminarleiter:
  1. Wolfgang Landwehr, der Neu-Herausgeber und Transskriptor der Meyer-Lehrschrift "Gründliche Beschreibung der freyen Ritterlichen und Adelichen Kunst des Fechtens"  von 1600 (erschienen im VS-Verlag)
  2. Sven Hübner, dessen erste öffentliche Interpretation der Stücke 2015 im Rahmen eines Meisterhau-Seminars der Ronneburger Fechtschule alle Anwesenden zunächst sprachlos machte und dann zu Beifallsstürmen hinriß.
  • Seminarinhalt

    Thema des Seminars sind die Huthen, Tritte und Haue nach Meyer auch im Vergleich zu Meister Liechtenauer, und speziell der ihm eigene dynamische Bewegungsfluß. Dies soll aus einer bekannten Figur, nämlich dem Langort, entwickelt werden, und wird dann zu einer mehrstufigen Kombination aufgebaut, die immer wieder zur Verfügung steht und auch in andere Stücke eingeflochten werden kann. Dem gegenüber gestellt wird dann noch ein komplettes Stück von Meyer zum Vergleich, sodaß jeder "Lerntyp" einen geeigneten Einstieg findet.

  • Voraussetzungen:
    Stoffliche Voraussetzung für eine sinnvolle Teilnahme sollte vorhandenes Wissen über die spätmittelalterliche Fechtkunst sein, z.B. die Kenntnis unserer Meisterhau-Seminar-Reihe oder vergleichbares anderenorts erworbenes Können. Das Seminar eignet sich leider nicht für Anfänger !

  • erforderliche Ausrüstung:
    siehe Preise / Organisation
Einhänder, Schild und Linkshandarbeit, Anfänger (Einhänder I)

1. Seminartag

  • Waffenkunde und historischer Überblick über Schwertkampf-Formen
  • Funktionalitätsprinzip
  • Zentrallinientheorie
  • Distanzenlehre
  • Stellungen + Huten exemplarisch
  • Rhythmus- und Bewegungslehre
  • 6-Felder-Lehre
  • 10-er-Grundserie
  • klassische und nichtklassische Paraden: Meiden, Binden, Kontern
  • Verhältnis Angriff — Verteidigung

2. Seminartag

  • Wechsel von Angriff und Verteidigung
  • hartes und exaktes Schlagen und Stechen
  • Betonung der Linkshandarbeit im Infight
  • Bindungen, Entwaffnungs- und Spezialtechniken (soweit Zeit)
  • Arbeit mit der halben Klinge
  • Exemplarisch: Selbstverteidigung
  • Schildarbeit: blockieren, decken und kontern

Praktisches Ziel

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln. Insofern wird im zweiten Teil der Veranstaltung das Schwergewicht immer stärker auf praxisbezogenes Üben unter Umsetzung des vermittelten Lernstoffes gelegt mit Hilfe von Übungswaffen.
  • Bei 2-Tagesseminaren liegt das Schwergewicht thematisch am 2.Tag im Bereich Kombinationen sowie Wechsel von Angriff und Verteidigung.

Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Hinweis auf Quellen, Lehr- und Lernbücher

erforderliche Ausrüstung

Einhänder - Fortgeschrittene Techniken (Einhänder II)

Lehrstoff

  • Geplant ist zunächst die systematische Wiederholung des Anfänger I-Stoffes, also Grundschläge, Abwehren und Gegenangriffe.
  • Darauf aufbauend wollen wir dann technisch die Abwehr von 2 oder mehreren Schlägen sowie taktisch den Wechsel von Angriff über die Verteidigung zum Gegenangriff trainieren. Dies gilt mit und ohne Schild.
  • Zweites Ziel ist der stufenlose Wechsel der Distanzen von der vollen Distanz bis zur Entscheidung im Nahkampf. Erst diese beiden Fähigkeiten geben Sicherheit für den Freikampf im Wissen, jeder Situation gewachsen zu sein. Erst damit wirst du fähig, dich auf die taktische Ebene zu konzentrieren.
  • Systematische Einführung in die Hutenlehre der Deutschen Fechtschule.
  • Einen größeren Raum wird dann auch noch die Arbeit mit halber Klinge, Knauf und Parierstange einnehmen, sowie die Kontrolltechniken mit der Hand und dem Fuß. Sofern die Zeit reicht, wollen wir dies freikampfmäßig vertiefen.


Praktisches Ziel 

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln. Insofern wird im zweiten Teil der Veranstaltung (auch Sem.I) das Schwergewicht immer stärker auf praxisbezogenes Üben unter Umsetzung des vermittelten Lernstoffes gelegt mit Hilfe von Übungswaffen.
  • Bei 2-Tagesseminaren liegt das Schwergewicht thematisch am 2.Tag im Bereich Kombinationen sowie Wechsel von Angriff und Verteidigung.
  • Exemplarisch: die grundlegenden 3-Schritt-Bindungen in Schwert- und Schildbereich.


Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Weiterführende Hinweise zu Quellen, Lehr- und Lernbüchern


erforderliche Ausrüstung

Eineinhalbhänder (Bidenhänder), Anfänger (Anderthalbhänder I)

1. Seminartag

  • Waffenkunde und historischer Überblick über Schwertkampf-Formen
  • Funktionalitätsprinzip
  • Zentrallinientheorie
  • Distanzenlehre
  • Rhythmus- und Bewegungslehre
  • 6-Felder-Lehre
  • hartes und exaktes Schlagen und Stechen
  • 10-er-Grund-Serie)
  • freies Schlagen: blocken, meiden, binden
  • Absetzen und Versetzen - Einführung in die Hutenlehre der Deutschen Fechtschule
  • klassische und nichtklassische Paraden: Meiden, Binden, Kontern; exemplarisch Bogen und Schnappen, Ansetzen und Nachreissen

2. Seminartag

  • Wechsel von Angriff und Verteidigung: Absetzen und Versetzen
  • Infight - Bindungen
  • Exemplarisch: Entwaffnungs- und Spezialtechniken
  • Einführung in die Windetechniken
  • Arbeit mit der halben Klinge
  • Exemplarisch: Selbstverteidigung

Praktisches Ziel

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln. Insofern wird im zweiten Teil der Veranstaltung das Schwergewicht immer stärker auf praxisbezogenes Üben unter Umsetzung des vermittelten Lernstoffes gelegt mit Hilfe von Übungswaffen.
  • Bei 2-Tagesseminaren liegt das Schwergewicht thematisch am 2.Tag im Bereich Kombinationen sowie Wechsel von Angriff und Verteidigung.


Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Hinweise auf Quellen, Lehr- und Lernbüchern

erforderliche Ausrüstung

Eineinhalbhänder (Bidenhänder), Fortgeschritten (Anderthalbhänder II)

Lehrstoff

  • Geplant ist zunächst die systematische Wiederholung des Seminares "Anderhalbhänder I"-Stoffes, also die Grundschläge, Abwehren und Gegenangriffe, Versetzen und Absetzen.
  • Darauf aufbauend wollen wir dann technisch die Abwehr von 2 oder mehr Schlägen, sowie taktisch den Wechsel vom Angriff über die Verteidigung zum Gegenangriff trainieren.
  • Weiter werden wir dann noch den Wechsel, bzw. die Verdichtung der Distanzen angehen, konkret heißt dies also: Wie komme ich von der weiten in die mittlere und kurze Distanz und zurück, und wann ist ein solcher Wechsel sinnvoll? Welche Huten und Stellungen dazu eignen sich?
  • Windetechniken, Streichen, Hengen, Durchwechseln, Schnappen
  • Einen größeren Raum wird dann auch noch die Arbeit mit halber Klinge, Knauf und Parierstange einnehmen, sowie die Kontrolltechniken mit der Hand und dem Fuß. Sofern die Zeit reicht, wollen wir dies freikampfmäßig vertiefen.


Praktisches Ziel

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln. Insofern wird im zweiten Teil der Veranstaltung das Schwergewicht immer stärker auf praxisbezogenes Üben unter Umsetzung des vermittelten Lernstoffes gelegt mit Hilfe von Übungswaffen.
  • Bei 2-Tagesseminaren liegt das Schwergewicht thematisch am 2.Tag im Bereich Kombinationen sowie Wechsel von Angriff und Verteidigung.


Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Weiterführende Hinweise zu Quellen, Lehr- und Lernbüchern

erforderliche Ausrüstung

Eineinhalbhänder (Bidenhänder) - Meisterhäue IIIa; Zorn- und Zwerchhau

Lehrstoff

  • Fühlen/Binden/Winden und die 5 Meisterhäue mit dem Anderthalbhänder nach Meister Lichtenauer, wobei im Seminar IIIa der Schwerpunkt auf die  Kombinationen mit Zorn- und Zwerchhau gelegt wird. (im Seminar IIIb  folgen Kombinationen mit Krump-, Scheitel- und Schielhau).
  • Dies ist als Aufbauseminar gedacht für Leute, die die Techniken und Kombinationen des 1. Fortgeschrittenen-Seminars bereits beherrschen, aber das Spüren des Drucks in den Bindungen verbessern wollen. Mit den Meisterhäuen, die wir zwar schon zum Teil angewandt, bis dahin aber nicht ausdrücklich behandelt haben, schließen wir dann auch die Angriffslehre der Deutschen Fechtschule in der Tradition Meister Lichtenauers und Ringecks systematisch ab. Die Huten werden mit den Meisterhäuen verbunden und als passende Versatzung gegenübergestellt.

Praktisches Ziel

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln. Hier erfolgt zum 1. Mal die komplette Verbindung der Huten mit der Distanzenlehre sowie die Betonung des Angriffs (Arbeit im "Vor")  


Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Bewertung der Quellenlage, vergleichende Literaturarbeit

erforderliche Ausrüstung

Eineinhalbhänder (Bidenhänder) - Meisterhäue IIIb; Krump-, Scheitel- und Schielhau

Lehrstoff

  • Fühlen/Binden/Winden und die 5 Meisterhäue mit dem Anderthalbhänder nach Meister Lichtenauer, hier die Kombinationen mit Krump-, Scheitel- und Schielhau.
  • Dies ist als Aufbauseminar gedacht, für Leute, die die Techniken und Kombinationen des 1. Fortgeschrittenen-Seminars bereits beherrschen, aber das Spüren des Drucks in den Bindungen verbessern wollen. Mit den Meisterhäuen, die wir zwar schon zum Teil angewandt, bis dahin aber nicht ausdrücklich behandelt haben, schließen wir dann auch die Angriffslehre der Deutschen Fechtschule in der Tradition Meister Lichtenauers und Ringecks systematisch ab. Die Huten werden mit den Meisterhäuen verbunden und als passende Versatzung gegenübergestellt.

Praktisches Ziel

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln. Hier erfolgt zum 1. Mal die komplette Verbindung der Huten mit der Distanzenlehre sowie die Betonung des Angriffs (Arbeit im "Vor")  


Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Bewertung der Quellenlage, vergleichende Literaturarbeit

erforderliche Ausrüstung

Einhänder Meisterhäue IIIa; Zorn- und Zwerchhau

Lehrstoff

  • Fühlen/Binden/Winden und die Meisterhäue mit dem Einhänderschwert wobei im Seminar IIIa der Schwerpunkt auf die Kombinationen mit Zorn- und Zwerchhau gelegt wird (im darauf aufbauenden Seminar IIIb folgen die Kombinationen Krump-, Scheitel- und Schielhau.
  • Auch hier beziehen wir uns wieder auf die entsprechenden Stücke der Deutschen Fechtschule, was den Vorteil hat, daß die Differenz zu den 1 1/2-Händer-Techniken sehr gering ist und damit eine sehr schnelle Zugänglichkeit erreicht wird (Baukasten-Prinzip, vgl. den Aufsatz "Ronneburger Fechtschule"). Vergl. dazu auch das unter "Meisterhäue Anderthalbhänder" gesagte.
  • 3-Schrittbindungen der Schwert- und Schildtechniken

Praktisches Ziel

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln. Hier erfolgt zum 1. Mal die komplette Verbindung der Huten mit der Distanzenlehre sowie die Betonung des Angriffs (Arbeit im "Vor").

Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Bewertung der Quellenlage, vergleichende Literaturarbeit

erforderliche Ausrüstung

Einhänder Meisterhäue IIIb; Krump-, Scheitel- und Schielhau

Lehrstoff

  • Fühlen/Binden/Winden und die Meisterhäue mit dem Einhänderschwertwobei im Seminar IIIb der Schwerpunkt auf die Kombinationen mit Krump-, Scheitel- und Schielhau gelegt wird.
  • Auch hier beziehen wir uns wieder auf die entsprechenden Stücke der Deutschen Fechtschule, was den Vorteil hat, daß die Differenz zu den 1 1/2-Händer-Techniken sehr gering ist und damit eine sehr schnelle Zugänglichkeit erreicht wird (Baukasten-Prinzip, vgl. den Aufsatz "Ronneburger Fechtschule"). Vgl. dazu auch das unter "Meisterhäue Anderthalbhänder" besagte.
  • 3-Schrittbindungen der Schwert- und Schildtechniken

Praktisches Ziel

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln.

Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Bewertung der Quellenlage, vergleichende Literaturarbeit

erforderliche Ausrüstung

Meisterhau III - Kombinationen : Spezial

Lehrstoff

  • Das Seminar ist gedacht für alle, die die beiden Meisterhau-Seminare schon besucht haben, und stelltdie Angriffskombinationen zusammen, die bei Meister Lichtenauer und seinen Nachfolgern im 15. Jahrhundert zu finden sind. Diese Kombinationen sind mindestens vierstufig und brechen damit die Reaktionsschranke des Gegners selbst wenn er sie kennt. Für fortgeschrittene Fechter und speziell "Wettkämpfer" ein "Muß"!

Praktisches Ziel

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln.

Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Bewertung der Quellenlage, vergleichende Literaturarbeit

erforderliche Ausrüstung

Buckler: Grundtechniken und einfache Kombinationen, Fortgeschrittene - Spezial - Teil I

Lehrstoff

  • Viele Leute, selbst im Mittelalterbereich, sehen den Buckler nur als eine verkleinerte Form eines normalen Schildes und handhaben ihn auch so. Dies ist zwar auch möglich, aber an sich ein doppelter Rückschritt.

    Zum einen bietet ein Buckler nur einen sehr geringen räumlichen Schutz - und muß deshalb viel aktiver geführt werden als ein normalgroßer Schild! - , zum anderen werden damit auch die anwendungsmäßigen Vorteile unterschlagen, nämlich die aktive, jederzeit auflösbare schützende Verbindung mit dem Schwert oder Langmesser.

    Lehrstoff: Wir stellen deshalb in diesem Seminar die Zusammenführung und Trennung von WAffe und Buckler in den Mittelpunkt und werden daraus dann einfache Kombinationstechniken in Form von 2-Schrittbindungen entwickeln.

    Darüber hinaus werden wir dann die mit Hilfe des Bucklers verbesserten Schutztechniken auch auf den größeren "klassischen" Oval- und Rundschild rückübertragen.

    Das Seminar ist als Ganztages-Veranstaltung  angesetzt von 9 Uhr bis 19 Uhr, und entspricht inhaltlich unseren 2-Halbetages-Seminaren!

Praktisches Ziel

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln.

Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Hinweise auf Quellenarbeit und Sekundärliteratur

erforderliche Ausrüstung

Buckler und Schwert nach Meister Lignitzer u. Hans Talhoffer, Fortgeschrittene - Spezial - Teil II

Lehrstoff

  • Neben den bereits im Hochmittelalter entwickelten komplexen Stücken der Walburgis-Handschrift ("Tower-Handbuch") gibt es im Spätmittelalter
    noch andere Lehren auf diesem Sektor. Wir werden die Einhänder/Buckler-Stücke nach der Lehre des Meisters Andre Lignitzer, die typisch sind für
    die späte deutsche Fechtschule in der Liechtenauerschen Tradition und weit über normale Bucklertechniken hinausgehen, in diesem Seminar erarbeiten. Sie bieten eine hochentwickelte Kombinationslehre mit bis zu 4 Stufen, sodaß eine Sinnesüberforderung des Verteidigers erreicht wird, wenn er nicht schon vorher getroffen wird. Jede Stufe dabei zeichnet aus, daß Angriff und Deckung gleichzeitig stattfinden. Daneben werden wir die -relativ! - einfachen Buckler-Stücke nach Meister Talhoffer, dem 2. großen Lehrmeister des 15.Jhdts., mit einbringen, wie er sie in seinem Werk von 1467 (Münchner Handschrift) niedergelegt hat. Sie sollen als Kontrapunkt und Alternativansatz dienen.

  • Dazu wird die von Volker Kunkel entwickelte Dreischrittbindungslehre als methodische Grundlage genommen, sodaß ein sicherer Zugang
    sowohl von der Defensive wie von der Offensive aus möglich wird, und ein fließender Übergang zu Buckler-Seminar I gegeben ist.Dazu werden wir
  • Das Seminar ist ebenfalls als Ganztages-Seminar angesetzt und beinhaltet ebenfalls den Stoff eines 2-halbe Tage-Seminars. Teilnahmevoraussetzung ist hierbei das Können des im Buckler-Seminar I vermittelten Stoffes, bzw. vergleichbare eigene Vorkenntnisse.

    Um hier möglichst vielen Interessenten die Teilnahme zu ermöglichen, ist das Buckler I -Seminar am gleichen WE vorausgehend. Bei Buchung beide Seminare zusammen wird den Teilnehmern ein Rabatt von 20 .-€ gegeben.

Praktisches Ziel

  • Heranführung an den freien, ernstfallmäßigen Schwertkampf ohne Regeln.

Theoretisches Ziel

  • Fähigkeit zum selbstständigen Kontrollieren und Vertiefen, allein und mit Partner.
  • Hinweise auf Quellenarbeit und Sekundärliteratur

erforderliche Ausrüstung

Langstock-Seminar: Einführung nach der Deutschen Fechtschule des 15.-17. Jhds.

Langstock-Fechten (Hintergrund)

  • Viele Menschen in Europa, die sich für Mittelalter und Kampfkunst interessieren, wissen gar nicht, daß die Arbeit mit dem 2-2,50 m langen Stock eine der verbreitetsten Waffen in ganz Europa war und zwar in der Schlacht wie in der Selbstverteidigung für Bauern, Pilger und Mönche, auch bis in den Barock hinein in den Fechtschulen gelehrt wurde als Grundlage für das Fechten mit Hellebarde und Spieß (sog. "Halbe Stange")
  • Hintergrund war auch, daß viele Bogenschützen keinen kunstvoll gearbeiteten Bogen hatten, sondern oftmals nur Knotenstöcke entsprechender Länge, die dann gespannt wurden, und nach Verschuß der Pfeile wieder als Hieb- und Stoßwaffe verwandt wurden (Das spitze Horn oder die Eisennocke erleichterten dies!)

Praktisches und theoretisches Ziel

  • Wir wenden uns mit dieser Veranstaltung auch (aber nicht nur!) an Bogner und mittelalterliche Kämpfer,die nebst dem Bogen eine der ältesten Waffen der Menschheit in Aktion erleben wollen, mit Techniken, die seit mindestens 600 Jahren genauso sinnvoll aufgebaut sind wie die Techniken mit dem europäischen Langschwert, dazu aber noch zusätzliche Möglichkeiten zur Anwendung bringen, die aus der Führung der längeren Waffe mit beiden Händen resultieren.
  • Die unterrichteten Techniken erfordern nur sehr wenig Körpereinsatz, sind eine hervorragende Bewegungsergänzug zum Bogenschießen, und können sowohl allein (sog. "Hutenlauf") wie auch mit Partner geübt werden.

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Katana-Seminar (Einführung)

Katana (Hintergrund)

  • Nachdem wir uns in den letzten 20 Jahren vor allen Dingen dem Europäischen-Historischen Fechten mit dem Schwert verschrieben haben, wollen wir nun den Kreis schließen und bieten ab März 2011 zum 1. Mal ein Seminar zum Japanischen Langschwert (Katana) an.
  • Grund dafür ist, daß wir mit Norbert Paul einen Lehrer zur Verfügung haben, der, bevor er sich der Europäischen Fechtschule zuwandte, bereits als japanischer Schwertmeister graduiert war.
  • Durch seine Beschäftigung mit der hochentwickelten Europäischen Schwertfechtkunst hat Norbert Paul darüber hinaus auch die Möglicheit, beide Traditionen direkt miteinander in Bezug zu setzen und zu vergleichen. Dies ist ein riesiger Vorteil und soll auch in Fortgeschrittenenseminaren bei Interesse thematisiert werden.  

Praktisches und theoretisches Ziel

  • Im Einführungsseminar wird Norbert Paul des Schwergewicht - analog zu unserem Europäischen Langschwert-Seminaren -  auf die grundlegenden Techniken wie Hieb, Schnitt, Stich wie auch auf die Abwehrtechniken legen, sodass in der 2. Phase des Seminars für jeden Angriff auch eine Gegenwehr-Kombination zur Verfügung gestellt wird. Damit ist also auch dem Selbstverteidigungsgedanken Rechnung getragen wie in allen unseren Anfängerseminaren.
  • Abgerundet wird dies durch einen waffenkundlichen und historischen Überblick zur Technik und Schwertentwicklung.
  • Wir wollen damit ein seriöses Angebot für alle asiatisch-orientierten Schwertkampf-Enthusiasten machen unabhängig von Verbands- oder Schulgrenzen, wie es das Anliegen des WCI seit Anfang an war.
  • Zum anderen erhalten damit auch europäische Schwertfechter eine Einladung zum direktem Systemvergleich Ostasien-Europa, und das bei einem Lehrer, der in beiden Bereichen seit langem zuhause ist.

erforderliche Ausrüstung

Schwertkampf-Schnupperseminar

Lehrstoff

  • Das Seminar baut einerseits auf den historischen Fechttechniken der Ronneburger Fechtschule auf, ist aber nicht leistungs- sondern mehr erlebnisorientiert. Es werden Techniken aus dem Einhänder- und dem Anderthalbhänderprogramm kombiniert unterrichtet (Techniken mit Schild sind in diesem Seminar aber nicht enthalten).

Praktisches und theoretisches Ziel

  • Europäische Fechtkunst selbst erleben. In mittelalterlicher Umgebung für einige Stunden den Alltag vergessen und zusammen Spaß haben.

erforderliche Ausrüstung

Kurze Wehr (Dolch und Messer) auf Grundlage der Deutschen Fechtschule

Hintergrund

  • Nachdem wir von verschiedenen Seiten immer wieder angesprochen wurden, warum wir nicht auch mit kurzen Blankwaffen („kurze Wehr“) ein Einsteiger-Seminar anbieten, haben wir uns entschlossen, dieser Bitte nachzukommen und für diesen Sommer kurzfristig noch einen Termin für Langdolch und Messer anzubieten. Auch hier nehmen wir wieder die Grundlagen der Deutschen Fechtschule als Basis eines programmierten Unterrichts, der dann in Aufbauseminaren vertieft werden kann.
  • Die Kursleitung hat wieder Norbert Paul, dessen alle Teilnehmer tief beeindruckende Vorstellung beim Langstock-Seminar damit hier noch eine Fortsetzung erfährt.

Praktisches und theoretisches Ziel

  • Waffenkunde und historischer Überblick
  • Die ersten 2 Stich- und Schnittschemata in Fluß- u. Kontaktform;
  • Zwei mal drei Abwehren/Übernahmen links und rechts im Kleinfinger- und Daumengriff;
  • Abwehren/Übernahmen unter Gehilzberücksichtigung
  • Linkshandkontrolle
  • Waffenlos gegen Waffe exemplarisch
  • Selbstverteidigung exemplarisch
  • Hinweise auf Quellen, Lehr- und Lernbücher
  • Ziel ist die Fähigkeit zum Einsatz des Messers/Dolches entsprechend den historischen Anwendungsbereichen und zur Ergänzung des Schwert- und Stockfechtens (Bei Interesse werden auch Aufbauseminare angeboten).

  • Da wir bei diesen Seminar Mißbrauchsgefahr ausschließen möchten, ist hier bei der Anmeldung der Altersnachweis (18+) unbedingt erforderlich. Wir danken für Ihr Verständnis!

erforderliche Ausrüstung