Methodische Ansätze

Jeder an Selbstverteidigung oder Kampfkunst Interessierte steht vor einen "Berg" von Systemen und Stilen, die meistens sehr viel versprechen, aber auf ihre Tauglichkeit zunächst nicht überprüft werden können. Die meisten Systeme werben damit, sehr viele wirksame Techniken unterschiedlicher Art sinnvoll zu verbinden. Diese sehr breitgefächerte Aufstellung wird heute als "Cross-Border"-Ansatz bezeichnet.

Der „Cross-Border“-Ansatz

Dieser besteht darin, daß aus verschiedenen Kampftechniken aus unterschiedlichsten Systemen die wirkungsvollsten zusammengestellt und methodisch aufeinander bezogen werden, sodaß sie sowohl im Angriffs- wie im Verteidigungsfall dem Benutzer die besten Möglichkeiten erschließen sollen.

Mit diesem Ansatz arbeiten die meisten Allkampf-Selbstverteidigungs-Systeme wie Ju-Jitsu, Hapkido, und viele traditionelle Kungfu-Stile. Diese angestrebte Synthese gelingt aus verschiedensten Gründen aber nicht immer (Gründe später); aber auch wenn sie überzeugend gelingt, ist hiermit zunächst ein relativ hoher und zeitlich nicht unerheblicher Trainingsaufwand verbunden, der freiwillig vom Lernenden über einen gewissen Zeitraum erbracht werden muß, um den angestrebten Erfolg zu erreichen. Umgekehrt kann hieraus aber auch eine „Liebe fürs Leben“ werden, wenn jemand dazu bereit ist.

Einen Menschen, der diese Prinzipien in in fast schon unglaublicher Form positiv verkörpert, haben wir für das WCI als Lehrer gewonnen. Wir freuen uns sehr, an dieser Stelle neu zu begrüßen: Großmeister NORBERT PAUL mit JET KUNE DO-REAL COMBAT (JKD-RC). Norbert Paul steht – wie schon der Name seines Systems zeigt – in der philosophischen Tradition von Bruce Lee und seinem Schüler Dan Inosanto, mit dem er privat Anfang der 90-er Jahre noch in dessen berühmt-berüchtigter Doppelgarage in Los Angeles trainierte. Seine Techniken, die sowohl die Weiterentwicklung des JKD nach dem frühen Tod von Bruce Lee und den immer stärkeren philippinischen Einfluß durch Inosanto wiederspiegeln wie auch Norbert Pauls eigene Erfahrungen, sind kompromißlos, konsequent und von tödlicher Präzision geprägt („real combat“!). Über seine Qualifizierungen im einzelnen können Sie sich auf der Dozentenseite näher informieren, es würde hier einfach den Rahmen sprengen. Nur so viel sei gesagt: Norbert Paul wurde als einziger Europäer überhaupt durch die World Martial Arts Legue zwischen 2000 und 2009 viermal in die HALL OF FAME der besten Kampfkunstlehrer weltweit berufen!

Der Instinktiv-Ansatz in Form von REFLEXKAMPF (RK, Begriff rechtlich geschützt)

Dieser Ansatz - er wurde Ende der 70er Jahre durch den Leiter des WCI, Volker Kunkel, selbst erarbeitet, aber in der Fachwelt einfach weitgehendst totgeschwiegen - ist das genaue Gegenteil des „Cross-Border“-Ansatzes und zielt auf die Entwicklung angeborener Verhaltensmuster wie Laufen/Springen/Greifen unter möglichst vollkommenem Verzicht auf körperlich-technische Lösungen, er ist sozusagen tierhaft-dynamisch orientiert. (Siehe hierzu auch: Kampfkunstbiografie Volker Kunkel) Positive Ergebnisse - auch auf breitester Anwendungsfront! - sind deshalb nachweisbar extrem schnell und einfach erzielbar, erreichen aber ohne Spezialtechniken nicht unbedingt die Tiefe der Lösung mit Hilfe eines höchstgradig gelungenen Cross-Border-Ansatzes wie im JKD-RC . Zum Ausgleich wiederum stehen die Ergebnisse praktisch lebenslang auch ohne weiteres Training zur Verfügung, da reflexhaft vorgegeben, sie können auch ohne Probleme mit vielen anderen Kampfkunstsystemen kombiniert werden (z. B. Kick-Boxen, Ringen, Judo, Ju-Jitsu), genauso wie sie waffenkompatibel sind. Zusätzlich können sie und sollen sie auch noch als Meditation ausgeführt werden (mit und ohne Partner).

Interessant ist, daß es zu Reflexkampf nur noch einen einzigen vergleichbaren Ansatz gibt im internationalen Rahmen, der fast identisch arbeitet, den ebenfalls auch fast niemand kennt, und der dem Verfasser erst Jahrzehnte später bekannt wurde durch einen seltsamen Zufall…! (Es ist Taiki-ken von Kenichi Sawai, ein japanischer H´sing-Stil)

Interessant ist auch noch, daß sowohl RK wie auch JKD-RC, so gegensätzlich sie auch vom Prinzip und so unterschiedlich sie auch im einzelnen sind, bevorzugt mit aktiven Kontaktkontrollen arbeiten, somit die Betonung der „Indes“-Situation der Deutschen Fechtschule wiederkehrt, aus unserer Sicht ein sehr gutes Zeichen, wenn die gleiche Erkenntnis, vor mehr als 600 Jahren bereits die Kernfragen des Europäischen Fechtens beantwortet hat.

Wir bieten also hier einen komplett gegensätzlich angelegten Zugang zum Bereich Kampf, der eine echte Alternative bietet sowohl untereinander wie auch nach außen.

Eine Entscheidung für den einen oder anderen Weg kann damit jeder je nach Interesse und Lebenssituation leicht für sich selbst treffen!